Iron Maiden – The Final Frontier

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geschrieben von admin | in Reviews G - I | am 14-08-2010

Coming home – Back to the village again…

Mit einem gänzlich untypischen, aber phantastisch atmosphärischen Intro eröffnen IRON MAIDEN ihr neues Album “The Final Frontier”. Düster, mit fein quer schießenden Schlagzeugfiguren, Industrialsequenzen und schrägen Leads spielen sich die Engländer warm, um nach Minuten endlich mit dem hell-markanten Gesang von Bruce aufzuwarten. Technoid, schizophren, dunkel sägt der äußerst mutige Opener “Satellite 15… The Final Frontier”, sehr facettenreich Moderne mit Tradition mischend sich in unsere Gehörgänge. Das Break um 4:40, welches zurück zu den Wurzeln führt und ein tolles Riffing auffährt, wird formidabel in den Track integriert. Diese Eröffnung gefällt mir viel besser als die Songs der letzten Alben, welche mir oft zu lang und zuwenig spannungsreich komponiert waren. Außerdem fällt auf, dass die Gitarren viel fetter produziert sind und mit mehr Schmackes einher kommen. Das Solo ist dermaßen filigran enthusiastisch eingespielt, dass Erinnerungen an “Piece Of Mind” aufkommen.

“El Dorado” hämmert sich durch Midtempo. Die erneut schiefen Licks stellen eine ungeheure Bereicherung der typischen Trademarks dar. Trotz des hellen Chorus bleibt die Grundhärte, dunkle Schwere erhalten. Auch hier wächst wie eine Zauberblume ein Klassesolo, beschwingt solideren die Gitarren um den Hörer herum, geil! Und endlich führt der Bass von  Harris wieder durch den Song! Interessant auch hier die variablen Drumsequenzen. Transparent, glasklar dann das ruhigere “Mother Of Mercy”: die zurückhaltender Stimme stimmt ruhig, bevor galoppierende Gitarrenläufe die Richtung anzeigen, wo Quentin Durward und Robin Hood zu finden sind. Die tight eingespielte Rhythmusabteilung kann voll überzeugen und wir müssen konstatieren: progressiv-spacige Licks halten mehr und mehr Einzug ins Soundgewand der Briten.

Balladesk verführt “Coming Home” mit einschmeichelndem Gesang, bis auch hier die swingende Gitarrenfraktion Kommando über Song und Aufbau der Komposition übernimmt. “The Alchemist” eröffnet mit Speed ganz nach Art der Achtziger, die Hooks sind einzigartig, so spielen NUR MAIDEN. Der Bogenschütze des Königs macht mit den Schergen des Sheriffs von Nottingham kurzen Prozess. Er ist auf Robins Seite, klar. Nebel wabert um uns, die “Isle Of Avalon” ist kaum erkennbar. Merlin ist nahe, man bemerkt seine Präsenz hinter den uralten Eichen vor dem Moor. Harris’ Bassspiel tönt wieder so, wie ich es immer am meisten mochte: federführend, hämmernd, mit exaktem Groove, als flexible Klammer um den Song gruppiert. Bruci setzt hier gern seine Sirenenstimme ein, das passt auch zur Dramatik des Augenblicks. “Starblind”, hören wir da hintergründig orientalische Leads? Nicht lange, und MAIDEN setzen alle Gitarren zusammen ein, eine Wucht, da muss Bruce alles geben. Soli hinter dem feinen Chorus zeigen, dass die Briten sich nicht anbiedern wollen, sondern zurück zu Eddie gefunden haben; bei ihm regiert Schimmel, die Farbe grün, das Unheimliche wartet in der Rue Morgue, in der U-Bahn.

Dann Stille, die Wirkung vom folkloristisch-angehauchten “The Talisman” lässt uns von vergangenen Lagerfeuern im Forst von Nottingham träumen: Zeiten der Eintracht, Muße, im Einklang mit Mensch und Natur. Schrill bricht die sägende Stimme von Bruce durch das karge Geäst, um sich sodann in eine hochmelodische, typische IRON MAIDEN-Spirale zu winden. Trauriger geht es nimmer. “The Man Who Would Be King” mutiert ebenso zu einem Klassesong. Die sich schraubenden Soli umwickeln Bruci mit dornigen schwarzen Rosen, doch der Frontmann lässt sich nicht beirren, er bricht aus, unangestrengt natürlich. Auch hier findet sich britische Folklore, mit schwebender Leichtigkeit hinter die Leads gelegt, aber, und das gefällt mir ganz ausgezeichnet, die eisernen Jungfrauen erlauben auch der Moderne Zutritt zu den Gemächern des schwarzen Prinzen.

Das ruhige “When The Wild Wind Blows” beschließt das Album. Die einfache Melodielinie fräst sich für den ganzen Tag ins Hirn. Nicht nur, dass u.a. die SCORPIONS die Strophenakkorde für “Make It Real” und Softie EAGLE EYE CHERRY selbige in leicht abgewandelter Form für einen Superhit verwendeten, sie sind auch wirklich von einer Griffigkeit ohnegleichen. Die hymnische Passage und die verspielten Soli zeigen eine Band voller (wiederentdeckter) Spielfreude. Vergesst sämtliche peinlichen Power Metal-Epigonen der letzten Jahre und erweist den Meistern die verdiente Reverenz!

KAUFPFLICHT !

Nargis – Triumph des Zorns Tape (Lycaner Records)

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geschrieben von admin | in Reviews M - O | am 28-07-2010

Mehr durch Zufall wurde ich auf dieses erste Machwerk der noch relativ jungen Deutschen Band Nargis aufmerksam. Dieses präsentiert sich als Demo Kassette, mit einer Spielzeit von etwa einer halben Stunde, was ja schon für sich allein im Vergleich zu anderen Demos beachtlich ist.

Nun zur Musik… insgesamt erwarten den Hörer derer sechs… davon stellen zwei Stück einen Einklang, bzw. ein Zwischenspiel dar, die klassische Musik bieten. Diese beiden Stück empfinde ich auch nicht weiter als störend. So bietet der Einklang ein kleines Stückchen “Ruhe vor dem Sturm” und das Zwischenstück bietet dem Hörer eine kleine Verschnaufpause, bis es wieder in die Vollen geht. Jedoch sind die vier Songs, um die es hier eigentlich gehen sollte, auch nicht zu verachten – im Gegenteil können sie sich wirklich hören lassen! Den Anfang macht “Vorwärts Marsch”, der zwar zunächst harmlos midtempo-mäßig anfängt, sich dann aber zu einem wahren Orkan steigert. Hier wird schon direkt deutlich was die Musik von Nargis ausmacht: rhytmisch-flüssige Wechsel von schneller zu eher gediegenderer Marschrichtung, dreckig-rockige Melodiebögen, pure Emotion. Die instrumentale Arbeit klingt wirklich ziemlich ausgereift, die Stimme ist ebenfalls nicht zu verachten. Das nächste Lied “Dark Red” geht da schon einen etwas anderen Weg – hier wird bevorzugt gemetzelt was das Zeug hält und alles plattgewälzt, was sich einem in den Weg stellt – zwischendurch gibts eine kleine Verschaufpause, die jedoch nicht lange anhält. Ein Song der in meinen Augen eher in die Kerbe des schnellen Depressiv Black Metals schlägt, und mich stark an die Sachen von Suicidal Vortex erinnert. Sehr geil! Das bereits genannte Zwischenspiel erklingt, schöne Klaviersonate. Es folgt mit “Nargis” der wohl hasstriefenste Song des Demos. Fuck – das Lied tritt ordentlich Ärsche und lässt in meinem Kopf nicht zum ersten Mal Parallelen zu Paria oder der ersten Zorn-Scheibe entstehen. Da finde ich es direkt schade, dass der Song auch gleichzeitig den kürzesten darstellt, aber wahrscheinlich hätte er bei einer doppelten Länge wohl kaum dieselbe Wirkung. “Triumph des Zorns” folgt als letztes Lied des Demos, ist mit knapp 10 Minuten Laufzeit auch der längste und umfangreichste. So beginnt man mit einer eher langsamen, doomigen Melodie, um sich immer weiter zu steigern, um dann wieder die Schnelligkeit zu drosseln – wodurch eine sehr gute, dichte Atmosphäre erzeugt wird. Diesmal findet sogar passagenweise Sprechgesang Verwendung, was die Atmosphäre nochmals verdichtet.

Fazit:
Von diesem Quartett aus Hessen wird man in Zukunft hoffentlich noch öfter hören. Dass die vier wirklich Potential haben, ist auf dieser Kassette mehr als nur herauszuhören – es ist fast schon spürbar! “Triumph des Zorns” ist für eine Demo Kassette mehr als gelungen, und vertont die Emotion “Zorn” auf sehr gekonnte Weise. Ich hoffe auf ein baldiges Wiedertreffen mit Nargis!

9.0 / 10 Punkte   Kraehenblut666

Leichenzug – Das letzte Gebet (Blasphemous Terror)

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geschrieben von admin | in Reviews J - L | am 25-07-2010

Just an diesem Tage traf endlich das neue Erzeugnis aus dem Hause Blasphemous Terror bei mir ein. Es handelt sich dabei um das neue Album der Ein-Mann-Band Leichenzug, die ja schon mit ihrem Debüt “Meisterwerk” und der Split mit Eviscerated auf sich aufmerksam machte und zu gefallen wusste…

So stellt “Das letzte Gebet” erst das zweite Album Leichenzug’s dar, doch wirkt es bereits wahrlich meisterlich. An dem Stil hat sich nicht viel getan, immer noch zelebriert man hymnenhaften War Black Metal, gepaart mit melodischen Keyboard-Melodien und hasstriefenden Gesängen. Das besondere an dem Album ist wohl die klasse, sehr wuchtige und druckvolle Produktion, was der Musik gleich noch den nötigen Nachdruck verleiht. So gut hat Leichenzug bisher noch nie geklungen, auch nicht auf irgendeiner Aufnahme der zahlreichen Gemeinschafts-Beiträge. Ebenso haben die Lieder größtenteils einen ordentlichen Pagan-Einschlag, was mich immer irgendwie auf den Vergleich mit aktuellen Sachen von Absurd bringt – wobei ich sagen muss, dass die Stücke von Leichenzug um Längen besser dargeboten, durchdachter und detailverliebter sind. Der Vergleich kommt wohl vor allem in hymnischen Momenten zum tragen, die zum Mitgröllen einladen, wie beispielsweise beim Song “Winternachtskrieg”, der mit knappen 7 Minuten auch gleichzeitig der offiziell längste Song im Bunde ist. Allgemein bewegt sich die Länge der Lieder zwischen 2 bis maximal 5 Minuten, was aber auch nicht weiter schlimm ist, so wirken sie wenigstens zu keiner Zeit unnötig in die Länge gezogen. Der Titel “Heidnischer Boden” bietet an indes sogar noch Klargesang, bevor mit “Meister der Angst” dann der dritte Teil der “Meisterwerk”-Reihe eingeläutet wird, und anschließend das Album mit der hasskeifenden Hymne “Leichenzug” endet. Sehr gelungen, muss ich schon sagen!

Die hier besprochene limitierte Fassung des Albums in einer edlen bedruckten Metall-Box beinhaltet zudem aber auch noch ein Zusatzlied namens “Germanischer Heidenwahn”, das ein Nachspiel des Satanic Warmaster-Songs “Carelian Satanist Madness” darstellt, der Text ist passagenweise mit dem Original konform, aber teilweise auch, damit’s zur Thematik passt umgeschrieben worden, was verständlich ist.

Fazit:
Ein Hammer Album, mehr muss man eigentlich gar nicht noch dazu sagen. Das beste von Leichenzug, was ich bisher gehört hab. Das Album kann ich wirklich nur empfehlen, vorausgesetzt natürlich, dass ihr kein Problem damit habt, Musik einer, sagen wir mal politisch motivierten Band zu hören (was sich allerdings nicht allzu offensiv in den Texten widerspiegelt). Die hier besprochene Metall-Box Edition kommt in einer Auflage von 300 handnummerierten Exemplaren.

9.5 / 10 Punkte   Kraehenblut666

Beyond the Ninth Wave – Volume 1 (Suffering Jesus Productions)

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geschrieben von admin | in Reviews A - C | am 25-07-2010

Auf der Suche nach diesem Album war ich schon etwas länger, jetzt endlich hab’ ich es und bin wahrlich nicht enttäuscht.

Denn das hier besprochene Album kam zeitlich gesehen vor der 4-fach-Split “Doomed to Die” heraus, auf welcher mich Beyond the Ninth Wave ja schon mit ihrem fast ausschließlich neuen Klangmaterial schwer beeindruckte. Einzig das Lied “Witchdemon” entstammt der Aufnahmezeit des Promos und Debüt, ist allerdings leider nicht mehr auf dem Debüt hier erhalten. Ich schreibe das bewusst, weil die Tracklisten des Promos und des Debüts nahezu identisch sind, lediglich “Witchdemon” und “Winter Abyss” fallen beim Debüt weg – dafür bekommt man zwei andere Lieder namens “Screams from the Dungeon” und “Trostlosigkeit” um die Ohren, was auch passt. Musikalisch gesehen orientiert man sich wie bei der Split an eher misanthrophisch klingendem Black Metal mit einer melancholischen Note ala Judas Iscariot oder früheren Burzum – ohne diese jedoch zu sehr zu kopieren. Auch wenn man das eine oder andere schonmal meint gehört zu haben, so besitzt dieses Album doch noch genug Eigenständigkeit um als vollwertig bezeichnet zu werden. Wie schon gesagt, geht es auf diesem Album eher hasserfüllt zu, dies kommt vorallem bei Songs wie “Crossing the Pyriphelegethon” oder “Arctic Holocaust” zum tragen, aber auch die depressive Schiene kommt nicht zu kurz, so klingt “Suicidal Winter” passagenweise nach Nocturnal Depression und der Gesang lässt einen meist an das Debüt von Burzum denken, was für mich sozusagen der Inbegriff von melancholischem Black Metal ist. Trotzdem fehlt mir bei diesem Album noch der Aha-Effekt, ein wirklich prägender Song vom Schlage eines “Witchdemon”.

Fazit:
Ein nettes Album, das auch schon sehr ausgereift wirkt für ein Debüt. Die Songs sind klasse dargeboten. So muss Black Metal sein… dreckig, hasserfüllt, kalt und leer. Das ist Musik, die mich zu berühren vermag, allerdings jetzt auch nicht zu sehr, denn irgendwie fehlt hier in meinen Augen das gewisse Etwas, ein wirklich überwältigendes Lied. Trotzdem auf jeden Fall noch ein überdurchschnittliches Album.

7.5 / 10 Punkte   Kraehenblut666

Alcest – Écailles de lune (Prophecy Productions)

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geschrieben von admin | in Allgemein | am 25-07-2010

Nachdem ja nun schon einige Reviews zu dem aktuellen zweiten Album aus der Feder von Neige, der seines Zeichens Kopf und Schöpfer von Alcest ist, sowie (ehemaliges) Mitglied bei diversen französischen Black Metal-Kombos wie bspw. Peste Noire, Mortifera und Amesoeurs ist/war, existieren, habe ich mich wirklich gefragt, ob ich überhaupt noch eines schreiben soll. Doch dieses Werk hat es in meinen Augen wirklich verdient, erwähnt zu werden, zumal sich manche der angesprochenen Reviews als Standard-Kost erweisen und teils sogar 1:1 abgeschrieben zu sein scheinen – und damit in meinen Augen überflüssig sind…

Um es den anderen nicht direkt gleichzutun, fasse ich die Quintessenz der bisherigen Reviews mal in ein paar Worten zusammen: ja, die Platte ist ein Kunstwerk, sowohl in musikalischer als in visueller Hinsicht. Man hat auch den Eindruck, dass manche Leute das Debüt von Alcest bis dato überhaupt nicht kannten oder sich damit beschäftigt haben, aber versuchen Vergleiche zu ziehen. Vergleiche zu ziehen ist aber wirklich nicht angesagt, da “Souvenirs d’un autre monde” eine, wenn auch nicht völlig, andere Richtung eingeschlagen hat. Die beiden Alben sind grundverschieden, schon was die Art der Aufmachung als auch die entstehende Atmosphäre anbelangt. Beim ersten Hören fällt sofort auf, dass “Écailles de lune” eine wesentlich intensivere emotionale Dichte besitzt, eine wirklich drückende melancholische Grundstimmung, die jedoch nicht ins klischeeüberladene depressive abrutscht, sondern authentisch rüberkommt. Dazu gesellt sich eine tiefe Traurigkeit und das Gefühl einer innigen unerfüllten Sehnsucht – etwas, was ich bisher selten derart intensiv bei einer Platte verspürt habe. Dazu passend ist auch das Artwork in seinen eher dunklen Blautönen und -fascetten gehalten. “Souvenirs…” bot zwar auch sehnsüchtige Klänge, aber diese waren geprägt von durchaus auch positiven Gedanken und Kindheitserinnerungen, einer traumähnlichen Welt, in der Harmonie herrscht. In diese Welt entführt Neige abermals, aber irgendetwas scheint sich in ihr geändert zu haben, so erscheint sie, wie schon erwähnt ungleich düsterer als bei dem letzten Besuch. So viel zu den Gefühlsaspekten des Albums. Nun zum musikalischen Teil… der unterscheidet sich vom instrumentalen nicht sonderlich zum ersten Album, immer noch erklingen hypnotisch-treibende, fast schon schlafwandlerisch wirkende Black Metal-Hymnen ala Burzum’s “Filosofem” (ich spreche hier jetzt von beispielweise “Jesus’ Tod”). Der Gesang von Neige bietet indes mehrere Fascetten, was die Platte auch wirklich interessant macht… sowohl sein traumhafter Klargesang, der auch schon im Debüt hervorstach, als auch ein sehr emotionaler Black Metal-Schreigesang finden hier Verwendung. Dazu gesellen sich in manchen Stücken noch weibliche Gesänge, die allerdings diesmal nicht von Audrey S. eingesungen wurden, was wirklich schade ist, da ich ihre Stimme sehr mochte. Einen einzelnen Song heraus zu suchen, wäre Hohn und Spott an dieser Kunst – man muss sich dieses Werk einfach in einem Stück anhören, um es zu erfassen und zu begreifen.

Fazit:
Nach der “Vermächtnisse einer anderen Welt”, wie ich den Titel des Debüts seinerzeit übersetzte, folgt nun die “Krater des Mondes” oder auch “Tränen des Mondes” wie ich diesen Titel übersetzen würde. Zweitere Variante ist zwar etwas frei interpretiert, aber mir scheint diese Übersetzung noch am passensten zu diesem Machwerk. Eine derart intensive und träumerische Märchenatmosphäre habe ich lange nicht mehr verspürt, und in dieser Hinsicht fallen mir als Vergleich mit Alcest auch höchstens die Werke von Empyrium ein, obgleich die Musik sich nicht sehr ähnelt, aber die geschaffenen Atmosphären haben in etwa die selbe Intensität. Übrigens scheint die Bedeutung des Wortes “Écailles” im Bezug zum Mond keine direkte Übersetzung zu besitzen, was den poetischen Aspekt des Albums nur untermauert. Ein Ausnahme-Album eines wahren Künstlers.
Das Album ist als DigiCD, sowie limitierter Artbook-CD mit einigen Gimmicks, sowie als Vinyl, in wahlweise einer standard-edition (schwarz), in einer sea-edition (tief-blau) und als Pic-LP (jeweils limitiert auf 500 Stück) erhältlich.

10 / 10 Punkte   Kraehenblut666